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Marena Whitchers vokale Karriere startet ziemlich früh, nämlich am 19.03.1990, geschätzte zwei Sekunden nach ihrer Geburt. Von diesem ersten urtümlichen Schrei an geht es dann nur noch steil bergauf. Bereits mit 4 Jahren wird Marena in den klassischen Ballett- und Klavierunterricht gesteckt, tanzt, spielt und singt sich zusammen mit ihrer Schwester und ihren Kunst-vernarrten Eltern quietschfidel durch ihre Jugendjahre, bis sie schliesslich 2008 dank eines Stipendiums am Performance-Sommerprogramm des Berklee College of Music in Boston teilnimmt und sich so definitiv in den Ranken der Musik verheddert.

Und das ist gut so, denn als sie im Jahre 2013 an der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste) ihren Bachelor in Jazzgesang und -klavier mit Auszeichnung abschliesst, scheint es, dass besagte Musikranken nicht im Traume darauf kämen, Marena jemals wieder loszulassen. Unterricht und Lehrstunden u.a bei Marianne Racine, Christoph Grab, Becca Stevens und Marcel Thomi verwandeln die süsse Mädchenstimme in eine grosse, kraftvolle Geschichtenerzählerin, welche äusserst gefragt ist in der hiesigen Jazz- und Popszene.

So komponiert die mehrfache Preisträgerin für ihre eigenen Formationen "Marena Whitcher's Shady Midnight Orchestra”, „Eclecta” und “Whitcher & Stocker”, mit welchen sie auf verschiedensten Bühnen im In- und Ausland anzutreffen ist. Auch die Leidenschaft für das Schauspiel ist bei Marena gross: Im April 2016 ist sie als Multiinstrumentalistin und Performerin am Hessischen Staatstheater Wiesbaden im zeitgenössischen Musik-Theater “AGOTA?” vom renommierten deutschen Komponisten Helmut Oehring und der Librettistin Stefanie Wördemann tätig. 

Ferner beinhaltete ihre rege Konzerttätigkeit alle möglichen und unmöglichen Auftritte mit “Klischée”, ”Janetts Jazzmusik-Baukasten“, „Franka Town Ponypunk“, „ASMIN“ sowie verschiedenen Big Bands wie z.B. dem "Zurich Jazz Orchestra“ u.v.m.

Im September 2016 schliesst Marena ihren Master in Jazz-Performance und -Komposition an der HKB (Hochschule der Künste Bern) ab, wo sie Stunden bei Andreas Schaerer, Martin Streule, Django Bates und anderen genoss.

Auswahl Konzertorte / Referenzen 

Jazzfestival Schaffhausen
Moods, Zürich
Hessisches Staatstheater, Wiesbaden/DE
Exil, Zürich
bee-flat im PROGR, Bern
Buskers Festival, Bern
"MuzEnergo" Tour, Sibierien/RU
Hinterhalt Festival, Uster
Akademie der Künste, Berlin/DE
Dampfzentrale, Bern
Casinotheater Winterthur
ktv Börse Thun
Zürich Openair
Boomtown Fair, Winchester/UK
Sazavest, Svetla nad Sazavou/CZ
Gurtenfestival, Bern
Openair St. Gallen
u.v.m

Preise/Nominationen

2016 Förderpreis der Stadt Winterthur

2015 Auslandatelier-Stipendium NYC der Stadt Zürich (Aufenthalt: September 2016 bis März 2017) 

2015 Förderpreis der IBK (Internationale Bodensee Konferenz)

2015 prix netzhdk (Preis der Alumni Organisation der ZHdK)

2015 Kunstpreis der Akademie der Künste Berlin (seit Beginn des Preises 1948 die erste Gewinnerin aus der Sparte Jazz/Pop. Sonstige Gewinner u.a Olivier Messiaen (1984) oder Pierre Boulez (1996)) 

2015 Nomination für den ZKB-Jazzpreis mit MWSMO

2014 Förderpreis der Friedl Wald Stiftung

Auswahl Pressestimmen

"(Marena Whitcher) steht für die Originalität und unbedingte Experimentierlust."
Stefan Künzli im Artikel "Jazz ist wieder Hip", Schweiz am Sonntag, 28. Mai 2016

"Marena Whitcher ist keine Jazzsängerin. Marena Whitcher ist ein Kosmos." 
Carine Zuber in ihrer Laudatio für den IBK Förderpreis Jazz, Oktober 2015

"(Marena Whitcher) legt nun ein Debüt vor, das vor Originalität geradezu übersprudelt. Da singen die Glasharfen, es klimpern die Spieldosen, da wird Dada probiert, Chorgesang, Theatralik, Übermut, Draufgängertum, Melancholie, Improvisation, Avantgarde und Geister-Jazz. Nichts für schwache Nerven also." 
A
ne Hebeisen, Der Bund, Mai 2015

"The compositions are intricately composed, taking exquisite care in every single detail. Dense textures are delivered in a hauntingly beautiful narrative that evokes a musical similarity to Tim Burton’s visual quirkiness. Her ability shines through everything, and one senses a devoted effort in each note." 
Mischa Mathys, The Formant, Dear Velvet, Mai 2015